Die Arbeitsgemeinschaft „Das Leben der Ritter“ in Zusammenarbeit mit dem Klingenmuseum ging am Samstag, den 13.6. beim Schmieden zu Ende.

Aber dieser letzte Termin hatte es nochmal in sich. Um 10:00 Uhr trafen sich alle am Museum. Der Schmied hatte schon den Amboss und den Blasebalg aufgebaut und diverse Werkzeuge und Material bereitgelegt. Es konnte sofort losgehen. Zunächst musste Feuer gemacht werden, das war mit Feuerstein und Feuerstahl gar nicht so einfach. Aber mit Übung und Geduld gelang es den Kindern die Baumwolle zum Glühen zu bringen. Ins Stroh gesteckt und ordentlich gepustet und schon loderten die Flammen. So brannte in der Feuerstelle bald das Feuer und die Buchenholzkohle wurde glühend heiß. Damit das auch so blieb, musste die ganze Zeit der Blasebalg betätig werden.

In Dreiergruppen ging es jetzt ans Schmieden, einer war für den Blasebalg zuständig und die beiden anderen standen mit dicken Handschuhen und dem Hammer in der Hand am Amboss um gemeinsam mit dem Schmied Moniereisen zu Messern zu schmieden. Mehrere Durchgänge waren erforderlich, bis aus dem runden Moniereisen eine Messerklinge zu erkennen war. Der überflüssige Rest wurde jetzt abgeschlagen und das Ende zu einem schönen Griff geformt. Es gab z.B. eine Schnecke am Griff oder den sogenannten Schwanenhalsgriff. Das fertig geschmiedete Messer wurde ins kalte Wasser geworfen und wenn der zukünftige Besitzer bis 10 gezählt hatte, durfte er es herausnehmen.

Im Anschluss wurden die Messer glatt gefeilt und geschliffen. Drei Stunden interessante, aber auch anstrengende Arbeit waren schnell vorbei. Zwischendurch gab es zur Stärkung für alle selbstgebackenen Kuchen von Frau Schuppler.

Die Fotos geben sicher einen Eindruck dieses spannenden AG-Tages.