Da die diesjährige Projektwoche unter dem Motto „Was war, was ist, was kommt?“ stand, war es endlich an der Zeit, die Mädchen und ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an der Sekundarschule Solingen in den Fokus zu rücken.

Die Projektgruppe stellte sich aus 22 interessierten Mädchen der Jahrgangstufen 5 bis 8 zusammen und wurde geleitet von Frau Faßbach und Frau Connemann. Ziel des Projekts war es eine Bestandsaufnahme der Mädchenarbeit an unserer Schule zu erstellen und die Wünsche der Mädchen, in die zukünftige Mädchenarbeit zu sammeln. Außerdem konnten die teilnehmenden Mädchen abseits von ihren festen Klassen in einer „Only-Girls-Gruppe“ ihre eigene Persönlichkeit ausleben und stärken.

Der erste Tag stand unter dem Vorzeichen „ins Gespräch kommen“ und sich über die Mädchen-Arbeit an unserer Schule austauschen. In einem World-Café trafen sich die Mädchen in Kleingruppen und diskutierten über unterschiedliche Themen:

„Ich bin gerne ein Mädchen, weil…“; „Ich bin nicht so gerne ein Mädchen, weil…“; „An unserer Schule gibt es für Mädchen ….“, „Ich wünsche mir für Mädchen an unserer Schule….“

Die Mädchen diskutierten über die Vor- und Nachteile des Mädchen-seins und kamen zu tollen Ergebnissen, für die zukünftige Projektarbeit, wie z.B. die Durchführung eines Kicker-Turniers nur für Mädchen. Danach durften sie ihre Kreativität unter Beweis stellen, indem sie sich gegenseitig fotografierten und zu ihren Portraits einen passenden Bilderrahmen gestalteten.

Am zweiten und vierten Projekttag stand handwerkliche Arbeit auf dem Plan. Aus Baumaterialien und Werkstoffen, die Frauen und Mädchen auf den ersten Blick vielleicht nicht als schön und kleidsam empfinden, erstellten die Mädchen in Teamarbeit Schmuck und Dekoration. So wurde Beton gemischt und aus alten Joghurtbechern, Schüsseln, alten Flaschen etc. Kerzenständer und Schalen gegossen und mit unterschiedlichen Farben gestaltet. Eine zweite Gruppe nahm sich alte Konservendosen vor und schlug mit Hammer und Nägeln Loch-Bilder und Muster in die Dosen, aus denen so schöne Windlichter wurden. An einem anderen Werk-Tisch, wurde etwas filigraner gearbeitet. Aus alten Kronkorken wurden originelle Ohrringe gebastelt. An einem vierten Tisch wurden aus Unterlegscheiben vom Bau und Wollresten tolle Armbänder geknüpft.

Zwischen den handwerklichen Tagen lernten die Mädchen auch einen Ort nur für sie außerhalb der Schule kennen. Direkt in der Solinger Innenstadt gibt es den Solinger Mädchentreff. Eine Beratungsstelle des Internationalen Bundes für Mädchen der Sekundarstufe I. Hier können die Mädels am Nachmittag spielen, basteln, Beauty-Tage machen, gemeinsam kochen, klönen und essen oder sich Unterstützung bei der Erstellung der Hausaufgaben holen. Die Mädchen haben einen aufregenden Schnuppertag im Mädchentreff erlebt, durften alles ausprobieren und gemeinsam Obstsalat machen und essen.

Der letzte Tag stand unter dem Motto „Was kommt?“. Die Mädchen machten sich nun konkret Gedanken, was sie sich für die Zukunft der Mädchenarbeit wünschen:

 -      -  Regelmäßiges Mittagspausen-Angebot für Mädchen: z.B. Koch und Backen, Freundschaftsbänder knüpfen,   Kicker-Treff für Mädchen, Beaty-Day, Mädchen-Café, Hausaufgaben-Hilfe für Mädchen etc.

 -      -  Regelmäßige Aktionen für Mädchen: z.B. Mädchen-Kicker-Turnier, Spielenachmittag für Mädchen, Bastelaktionen für Mädchen etc.

Am dem Tag der offenen Tür wurden diese Ideen interessierten Mitschülern und Eltern vorgestellt und die gebastelten Schmuckstücke, Schalen und Kerzenständer zu diesem Zweck verkauft.  Vielen Dank für die fleißigen Käufer und Spender.